Lauter kleine Helferlein

Mit der Zeit
sammeln sich lauter nützliche
kleine Dinge an. Einige davon sind nicht unbedingt Alltagsgegenstände. Und deshalb hab ich
angefangen, die Teile auf dieser Seite zu sammeln und kurz zu beschreiben. 

Um in ein Leerrohr im Garten (15m lang) ein Kabel einzuziehen, reicht mein 10m Schubdraht nicht aus. Also hab ich erstmal eine fette Angelschnur eingezogen und damit das Kabel nachgezogen. Die Angelschnur hab ich mit diesem Teil in Null-Komma-Nix eingezogen:
Und das funktioniert so: Durch das 2.5mm Loch in der Mitte kommt die Angelschnur, an die eine zusammengeknüllte Papierkugel geknotet ist. Der Apparillo kommt dann vor das Leerrohr (blau), die Papierkugel (rot) in das Leerrohr.
Jetzt einfach Pressluft (hellblau) in den abgewinkelten Anschluss - und schon zischt die Kugel durchs Rohr und zieht die Schnur (grün) nach. Das Winkelstück ist nur eingeschraubt, um den Durchmesser zu verringern.
Um das Ganze dicht zu kriegen, muss man halt die Hand auf die Öffnung legen und bläst dann Pressluft durch die Daumenbeuge in das Winkelstück.
Da das so viel Spaß macht, hab ich eine etwas professionellere Version für die fetten Rillschläuche gedreht, in die wir in der Firma so oft Kabel einziehen müssen. Die Schnur hält 65Kg und ist auf ein Schiffchen gewickelt.
Zwei Präzisionsdrehteile aus Kunststoff sorgen für den Durchschuss
Der konische Teil kommt ins Rohr, der andere passt mit dem dünneren Teil saugend schmatzend in den Rillschlauch.
Jetzt Pressluft drauf - und rrrrrt-Plopp ist das Seil eingezogen
Nun kann ein Satz Kabel angebunden werden. Mit dem Schiffchen in der Hand,
kann man nun prima die Schnur zurückziehen. 
Eine Rampamuffe schraubt man in ein Holzbrett - und schon hat das Brett ein metrisches Gewinde.
So ein Teil senkrecht mit einem Schlitzschraubendreher einzudrehen ist
recht schwierig, da die olle Muffe dauernd zur Seite ausbrechen will.
Also hab ich mir eine
Eindrehhilfe gedreht, die mit dem geriffelten Teil einfach in den Akkuschrauber kommt.
Metallicblau lackiert sieht das Ding schon richtig professionell aus...

Wenn ich in eine lange Latte ein paar Löcher Bohren oder Senken will, liegt ein Ende der Latte ja auf dem Bohrständer - und das andere Ende muss durch irgendwas hochgehalten werden. Leider sind die Latten oft so krumm, dass ein Klotz, der so dick ist wie der Bohrständertisch hoch ist, einfach nicht passt.
Wie oft hab ich also Brettchen gestapelt, bis die richtige Höhe erreicht war.
Damit ist nun Schluss. Dieser kleine
Minitisch ist stufenlos verstellbar. Millimetergenau!
Er ist mal eben schnell aus ein paar
Holzresten, einer Rampamuffe, einer Gewindestange und einem schönen
Drehknopf zusammengeschraubt. Und ungemein nützlich!

Damit ich sehe, was unten an einem Stift dran ist - Reißnadel, Körner oder Bleistift - sind diese röhrenförmigen Stifthalter total ungeeignet. Also hab ich ein Brett mit Löchern an die Wand geschraubt, drunter ein Brett mit Korkauflage als Spitzenschoner.
Jetzt kann ich die Spitze des Teils
sofort sehen. Und Platz für Messschieber und Stahllineal ist auch vorhanden... 
Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Zwingen an der Wand zu halten. Ich bevorzuge diese Variante:
Das ist einfach ein Winkeleisen, in das zwei 12mm Rundeisen seitlich leicht versetzt eingeschweißt sind.
Und es funktioniert gleichzeitig für alle Größen von Schraubzwingen!

Um auf einen Blick zu sehen, ob der Tisch waagerecht steht, gibt's diese kleinen Doppelwasserwaagen. Leider passiert es schon mal, dass unter der Wasserwaage ein Krümel oder Steinchen liegt - man misst ja nicht immer im Reinraum. Und schon hat man Mist gemessen. Damit man das erkennen kann, hab ich einfach eine Plexiglasplatte druntergeschraubt.
Mit der Kante der Plexiglasplatte kann man vorher
über die Fläche gehen und alles Störende wegschieben. Und man sieht,
wenn irgendwas merkwürdiges unter der Platte ist. 
Diese Schablonen zum Anzeichnen der Mitte von Rundstäben haben bestimmt einen speziellen Namen. Ist mir aber egal. Aus drei Pertinaxplatten hab ich mir so ein Teil mal eben selbst zusammengeklebt.
Man legt einfach ein Rundstab in die Ecke der Schablone und zeichnet an der Schräge lang. Da der Bleistift eine bestimmte Dicke hat, geht der Bleistiftstrich nicht genau durch die Mitte. Also macht man das 4 mal - jeweils das Rundteil um 90 Grad drehen.
Und - oh Zauberei - die Linien markieren den Mittelpunkt.

Die
Stahlnägel zum Bilderaufhängen sind so verflixt kurz.
Ich wär'
doch echt behämmert, wenn ich diesen Nagel nicht treffen würde. Aua!
Aber das zu probieren ist mir viel zu riskant.
Also hab ich einen 5mm starken PVC-Rest genommen, zwei Löcher (2,0 und 2,5mm) reingebohrt und bin mit der Bügelsäge einmal wild durch die Löcher gepflügt.
Dieses Wunderteil hält mir nun den Nagel - und die Finger sind weit genug weg von der potenziellen Einschlagstelle des Hammers.
Nach dem nageln zieht man das Teil einfach zur Seite raus.

Für die Hilfsmittel zum anzeichnen habe ich einen simplen Schubladeneinsatz gefertigt, der für Ordnung und Übersicht sorgt.
Der Einsatz ist in mühevoller
Kleinarbeit mit der Dekupiersäge aus dem Rest einer 6mm Gummimatte vom
Bau gesägt. Die Dekupiersäge muss bei mir durch Sperrholz, Platinenmaterial
oder Alu-Platten. Auch Schaumstoff ist kein Problem.
Aber dieses Gummi zu sägen ist
ein Abenteuer. Echt nix für Ungeduldige oder Präzisionsfanatiker. Wer weiß,
vielleicht war aber auch das Sägeblatt ungeeignet.
Unter der Schablone liegt eine rosa
Matte aus festem Schaumstoff, der aus der Verpackung eines Monitors stammt.
Jetzt erkenne ich sofort, wenn etwas fehlt:

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